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5 Fragen an Timo Riedle

Die Startup-Szene in Frankfurt hat einiges zu bieten neben innovativen Startups, kreativen Coworking Spaces, auch Acceleratoren und mehr. Damit ihr einen kleinen Einblick bekommt, was es alles gibt, stellen wir euch immer wieder coole Persönlichkeiten aus der Szene vor.

DAS INTERVIEW/

Hallo Timo. Vom Ostend ins Bahnhofsviertel ist es ja nicht weit, wunderbar, dass du kurz für unsere 5 Fragen Rede und Antwort stehst. Zuallererst stell Dich einfach kurz vor, wer bist Du und was machst Du?

Kurz und knapp: Mein Name ist Timo Riedle, ich bin Mit-Gründer der Evalea GmbH. In erster Linie betreue ich die Bereiche Marketing, Finanzen und Business Development.

Wenn man so will, ein bisschen was von Allem, eben ein Gründer mit ganzem Herzen. Dabei stand der Gedanke zu Gründen für mich nie im Vordergrund. Es waren vielmehr die Umstände und die Nachfrage, die meinen Mit-Gründer David Maurer und mich zu „Gründern wider Willen“ machten.

Auf den ersten Blick sind wir ganz klassische, andere würden sagen „langweilige“ BWLer. Die Besonderheit liegt allerdings im Fokus auf der Personalentwicklung. Den Anfang nahm bei mir alles während meines Masterstudiums. Hier habe ich erste praktische Erfahrung in der Personalentwicklung von Großkonzernen gesammelt. Was ich dabei beobachten konnte, hat mich für meinen späteren Werdegang geprägt – Paper&Pencil, wohin ich schaute und kaum nachhaltiges Vorgehen beim Thema Weiterbildung.

Das Gleiche gilt für meinen Mit-Gründer David, der sich darüber hinaus auch von wissenschaftlicher Seite sehr intensiv mit dem Thema Weiterbildung in Unternehmen beschäftigt und heute an der TU-Kaiserlautern zu dem Thema promoviert.

Was ich bzw. wir machen? – Ohne an dieser Stelle allzu sehr ins Detail zu gehen: Wir bieten ein SaaS-Tool an, dass die Wirksamkeit von Weiterbildung automatisch überprüft und den Transfer unterstützt.

 

Automatisierte Evaluation von Trainings & Coaching: Kann man denn wirklich den nachhaltigen Nutzen eines Seminars bzw. einer Weiterbildung messen? Welche Faktoren nehmt Ihr da als Grundlage eurer Auswertung? 

Wir können das und jedes Unternehmen, das unser Evaluationssystem nutzt, kann das damit auch. Unser Evaluationsprozess basiert auf einer Kombination von Wissenschaft und Praxis. Meistens wissen die Unternehmen, dass man hier mehr machen könnte und sollte, es scheitert aber an der Umsetzung. Wir optimieren wissenschaftliche Modelle für die Praxis und setzen sie in einem SaaS-Tool um.

Ein Beispiel ,wie das in der Praxis aussieht: Die Teilnehmer eines Trainings bekommen 3 Wochen vorab ihren Einladungstext, der sie über die Zielsetzung der Weiterbildung informiert. 2 Wochen vorab bekommen die Teilnehmer einen Fragebogen, in dem sie selbst ihre individuellen Lernziele setzen können. Im Anschluss an die Schulung gibt es eine Reaktionsbefragung in der Motivation, Inhalt, Trainer und Organisation abgefragt werden. Und schließlich 6 Wochen nach der Schulung findet die finale Transferbefragung der Teilnehmer und deren Führungskräfte statt, in der die Anwendbarkeit am Arbeitsalltag geprüft wird.

Das klingt sehr komplex, doch der komplette Prozess ist binnen weniger Klicks in Sekunden hinterlegt oder lädt sich via Schnittstelle automatisch. Es gibt keinen Mehraufwand! Abgerundet wird das Ganze durch interne und externe Benchmarks, entsprechend validierte Fragebögen für jede Phase und Ergebnisrückmeldung an Teilnehmer, Führungskräfte und Trainer.

Wir lassen also niemanden außen vor. Das ist mit entscheidend, um Weiterbildung nachhaltig zu verbessern.

 

Viele Seminare und Workshops sollen nicht nur schulen, sondern auch Infotainment bieten – eine Art Incentive mit Lernfaktor. Kann und will man da die Nachhaltigkeit des Gelernten wirklich messen? 

Es kann natürlich verschiedenste Motivationen geben, Seminare und Workshops zu evaluieren oder eben auch nicht. Jedoch sind auch HR-Abteilungen heute zahlengetriebener und haben den Bedarf nach aussagekräftigen KPIs und Reportings für`s Controlling und Audits. Der Seminartourismus gehört daher bei den meisten Unternehmen mittlerweile der Vergangenheit an.

Am Ende stellt sich bei jeder Weiterbildungsmaßnahme, sei es Team Building, Classroomtraining, Workshop, E-Learning oder Coaching die Frage „Was hat das denn nun gebracht?“ oder noch viel mehr: hat es dem Mitarbeiter UND dem Unternehmen etwas gebracht? Und auch wenn es als eine Art Incentive angesetzt war, sollten Unternehmen in diesem Zusammenhang nicht ins Blaue investieren, sondern gezielt Geld ausgeben. Ob für das Teamgefühl ein Wochenende im 5 Sterne-Hotel mit Motivationscoach oder der gemeinsame Escaperoom am Nachmittag langfristig zielführender ist, lässt sich nicht nur anhand der Rechnung auswerten. (Anmerkung der Redaktion: Für coole Teambuilding-Events schaut doch einmal in unseren Blogbeitrag dazu.)

Wie seid ihr zu Eurem Projekt gekommen? Und wo steht Ihr heute?

Es waren in erster Linie die Praxiserfahrungen, die wir während unseres Studiums gesammelt haben, die den Anstoß gegeben haben. Bestärkt wurde das Ganze durch eine Studie in Kooperation mit der Universität Bayreuth. Diese zeigte uns die klaren Defizite im Bereich der Evaluation von Weiterbildungen bei Unternehmen. “Werkzeuge”, wie Happy Sheet-Fragebögen sind in unseren Augen als Instrument, um den Erfolg von Weiterbildungsqualität oder gar -inhalten zu messen, weder zeitgemäß noch brauchbar. Aber leider ist es oft noch Mittel der Wahl und zwar vom Mittelständler bis zum DAX-Konzern.

Wir haben beschlossen, dass das in Zeiten der Digitalisierung nicht so sein muss. Also entwickelten wir besagtes Evaluationssystem. Heute bieten wir eine deutliche Weiterentwicklung des Grundsystems und komplette SaaS-Lösung an, die nicht nur evaluiert, sondern auch den Transfer aktiv fördert.

Unser Portfolio hat sich dabei im Laufe der Zeit erweitert. Basis ist und bleibt dabei das Know-how und die Expertise im Bereich Evaluation und Transfersicherung. Doch waren wir zunächst reiner Softwareanbieter im Bereich Weiterbildung, so sind es heute auch Projekte wie Mitarbeiterbefragungen oder allgemeine Konzeption von Fragebögen und Evaluationen, bei denen wir Kunden unterstützen.

Als Team mit 11 Leuten und einem Bürohund sind wir dabei gut aufgestellt.

 

Wo kann man Euch demnächst denn treffen , um vielleicht noch mehr mehr über Ecuh zu erfahren? Irgendwelche Messen und Events? Und was sind für Euch die Startup Hotspots und Eventempfehlungen in Frankfurt/RheinMain?

Es gibt einige Formate, die wir regelmäßig besuchen. Dazu gehört für uns die großen Fachmesse im Bereich Personal wie zum Beispiel die „Zukunft Personal“ in Köln, aber auch kleinere Formate, die ihren Fokus mehr auf das Zusammenbringen von etablierten Unternehmen und Startups legen, stehen auf unserer Liste. Hier zu nennen beispielsweise die HR Innovation Roadshow mit Stopps in ganz Deutschland.

Als kleine Shortlist vergangener und laufender Eventempfehlungen, speziell was Frankfurt und das Rhein/Main-Gebiet betrifft, bei denen man uns unter anderem auch antrifft:

  • Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main
  • Business TQ Speed Dating
  • Between the Towers Frankfurt
  • Founders Fight Night Frankfurt

Jedes für sich bietet tolle Möglichkeiten zum Austausch und Networking und sicher gibt es noch einige mehr. Ansonsten findet man uns auch immer wieder auf diversen Meetups zu den verschiedensten Themen von Growth Hacking bis hin zu New Work und anderen Themen. Hier hat Frankfurt und das Rhein/Main-Gebiet wirklich viel zu bieten!

Ansonsten findet man uns auf der Hanauer Landstraße, wo wir den vielleicht besten Filterkaffee der Stadt anbieten.

Danke für das Interview mit Dir, Timo und viel Erfolg weiterhin. 

Wenn ihr noch mehr zum Thema Feedback und Evaluation wissen wollt, dann schaut doch mal gerne in unseren letzten Beitrag und lest mehr dazu, wie ihr am besten Feedback zu euren Veranstaltungen einholen könnt, unter anderem eben auch mit praktischen Tools von Evalea. 

 

 

Tina Klußman
klussmann@meetnwork.de
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