29 Sep. Impressumspflicht richtig erfüllen: Warum eine private Adresse nicht ausreicht
Das Impressum ist Pflicht für alle mit Website oder Social Media und das gilt für Gründende, Freelancer, Influencer, aber auch Online-Shops & Co. Die Impressumspflicht ist nicht neu, aber dennoch gibt es viele Fragen und Unsicherheiten: Welche Angaben müssen enthalten sein? Darf ich meine Privatadresse verwenden oder brauche ich eine Geschäftsadresse? Und mit welchen Folgen muss ich rechnen, wenn das Impressum fehlerhaft ist?
Wir klären all diese Fragen und Details rund um die Impressumspflicht für euch, was ihr vermeiden solltet und warum ein Virtual Office eine rechtssichere Lösung für euch ist.
Was ist die Impressumspflicht?
Alles rund ums Impressum – auch Anbieterkennzeichnung genannt – und damit auch die Impressumspflicht ist in Deutschland im Digitale-Dienste-Gesetz (kurz DDG), ehemals Telemediengesetz (kurz TMG), geregelt. Betreiber von geschäftsmäßigen Websites und Social-Media-Auftritten, aber auch von Blogs und anderen Inhalten, die sie im Netz zu geschäftsmäßigen Zwecken zur Verfügung stellen, sind demnach verpflichtet, bestimmte Kontaktdaten offenzulegen. Das Ziel des Impressums ist es, Nutzern digitaler Dienste transparent zu zeigen, wer für die Inhalte und Angebote verantwortlich ist und wie man diesen erreichen kann. Neben Transparenz ist vor allem auch die einfache Kontaktaufnahme Zweck des Impressums. Wer nicht rein privat im Internet unterwegs ist und Inhalte bereitstellt, der ist an die Impressumspflicht gebunden.
Welche Angaben gehören ins Impressum?
Zu einem rechtssicheren Impressum gehören einige Pflichtangaben. Die Mindestangaben sind:
- Name des Unternehmens und/oder des Webseitenbetreibers bzw. Anbieters
- ladungsfähige Anschrift
- Kontaktdaten
Wenn ihr als Unternehmen einer Unternehmensform angehört (GmbH, KG, OHG, usw.), müsst ihr auch das im Impressum angeben. Für Unternehmer und Freiberufler kann es sein, dass je nach Berufsgruppe oder Branchenzugehörigkeit, weitere Pflichtangaben nötig sind. Das können bspw. Umsatzsteuer-ID, Wirtschafts-ID, Kammern und Verbände oder berufsrechtliche Regelungen sein. Zu diesen ergänzenden Angaben könnt ihr euch auch bei eRecht24 informieren.
Warum eine private Adresse im Impressum problematisch ist
Wenn ihr euch fragt, was eine ladungsfähige Adresse ist oder welche Adresse ihr im Impressum angeben könnt, dann kommt hier die Antwort. Im Impressum sollte eure Geschäftsadresse angegeben werden. Das kann auch eure Privatadresse sein, wenn ihr euer Unternehmen mit dieser Adresse beim Gewerbeamt oder Finanzamt angegeben habt. Daher ist es rechtlich sicher, wenn ihr diese Adresse im Impressum angebt. Allerdings gibt es auch Gründe, die gegen die Privatadresse im Impressum sprechen.
Wie seriös ist eure Adresse?
Die Privatanschrift ist natürlich erst einmal der einfachste Weg für euer Unternehmen. Vor allem wenn ihr viel aus einem Arbeitszimmer zuhause oder mobil arbeitet, liegt der Schritt nahe. Allerdings kann es für Geschäftspartner oder Kunden weniger seriös wirken, wenn eure Privatadresse auch gleichzeitig eure Geschäftsadresse ist. Es wirkt einfach weniger professionell, vor allem wenn ihr in einem reinen Wohngebiet wohnt und das dann auf den ersten Blick auch erkennbar ist.
Könnt ihr den Datenschutz für eure Privatadresse gewährleisten?
Dadurch dass die Adresse ja Pflicht im Impressum ist, kann jeder automatisch die Adresse einsehen. Sie ist damit frei zugänglich und wer sich auskennt, weiß, dass im Impressum die Adresse steht. Damit ermöglicht ihr den einfachen Zugang und bekommt wahrscheinlich viel Spam. Zusätzlich kann es aber auch sein, dass ihr unerwünschte Besuche bekommt, da eure Privatadresse ja nicht mehr geschützt ist.
Wie sicher seid ihr an eurer Privatadresse noch?
Gerade unerwünschte Besuche bringen auch ein Sicherheitsrisiko mit sich. Für kleine Unternehmen ist das meist weniger problematisch, aber für Influencer oder Freelancer kann das zu einem großen Problem werden. Gerade wer viele Follower, vielleicht auch Fans hat oder aber mit Diskriminierung und Hass konfrontiert ist, sollte hier vorsichtig sein. Die Veröffentlichung der Privatnaschrift ist für alle heikel, die große Reichweite haben und auch kontrovers sind.
Rechtliche Risiken und Abmahnungen bei Verstößen gegen die Impressumspflicht
Abmahnungen sind im Zusammenhang mit dem Impressum nicht selten. Seit einigen Jahren haben es sich manche sogar zur Masche gemacht, gezielt nach fehlerhaftem Impressum zu suchen und dann abzumahnen. Ein fehlendes, aber auch ein fehlerhaftes Impressum kann dann ganz schön teuer werden. Dabei kann es zu Abmahnungen durch Wettbewerber oder Abmahnanwälte kommen, die Kosten können sich dabei auf Hunderte bis Tausende Euro belaufen. Ihr riskiert damit zudem Bußgelder durch Behörden, wenn ihr mehrfach gegen die Impressumspflicht verstoßt. Neben diesen teuren Angelegenheiten geht auch ein Vertrauensverlust für euer Unternehmen damit einher. Kunden und Partner können sich dadurch unsicher fühlen und die Zusammenarbeit auch beenden.
Die häufigsten Fehler im Impressum
Zu den drei häufigsten Fehlern zählen Punkte, die ihr wirklich ganz einfach und schnell vermeiden könnt. Daher solltet ihr darauf besonders achten. Zum Einen verwenden viele nur ein Postfach und keine ladungsfähige Adresse. Das wird dann schnell teuer. Unvollständige Angaben sind außerdem häufig, also kontrolliert besser, ob ihr alle Angaben vollständig im Impressum habt. Ebenso häufig und wirklich ein vermeidbare Fehler ist eine falsche oder veraltete Adresse.
Wie ein Virtual Office bei der Impressumspflicht hilft
Damit ihr euch keine Gedanken, um eure Privatanschrift machen müsst und die Impressumspflicht auch rechtssicher und professionell erfüllt, ist ein Virtual Office die Lösung. Das Virtual Office bietet euch nämlich die notwendige landungsfähige Geschäftsadresse, sodass ihr hier schon einmal auf der sicheren Seite seid. Zudem bleibt eure Privatsphäre geschützt, da ihr die private Wohnadresse nicht angeben müsst. Das Virtual Office lässt sich meist außerdem durch zusätzliche Services ergänzen, wie etwa Postannahme und -weiterleitung, Digitalisierung der Post oder eine Telefonservice mit regionaler Telefonnummer. Das erleichtert euch den Arbeitsalltag. Mit einer solchen Geschäftsadresse wirkt ihr außerdem direkt seriös und professionell im Unternehmensauftritt.
Fazit: Rechtssicheres Impressum mit dem Virtual Office
Die Impressumspflicht gilt für alle, die online geschäftlich Informationen und Dienste anbieten – egal ob Gründer, Influencer oder Freiberufler. Die private Adresse ist zwar auch möglich, wenn ihr euer Unternehmen bereits an dieser Adresse gemeldet habt. Sicherer ist allerdings eine ladungsfähige Adresse bzw. ein Virtual Office, denn damit riskiert ihr keine Datenschutzprobleme und Abmahnungen. Zudem wirkt es professioneller für den Unternehmensauftritt. Ein Virtual Office bietet euch dafür genau die richtige Lösung, um rechtssicher und professionell alle Angaben für das Impressum zu haben.
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